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Emily träumte nicht von einer Ehe mit Marcus und sie wählte ihn auch nicht, weil sie ihn liebte. Sie stimmte der Heirat mit dem reichsten, aber zugleich meistgehassten Mann der Stadt erst zu, als sie erkannte, dass sie kein Geld mehr für die Behandlung ihrer schwer kranken Mutter hatte. Marcus bot ihr an, sämtliche Schulden zu begleichen und die Behandlung zu bezahlen, verlangte dafür jedoch, dass sie seine Ehefrau wurde. Noch beängstigender waren die Gerüchte, die ihn seit Jahren begleiteten: Drei seiner früheren Ehefrauen waren kurz nach der Hochzeit gestorben, und Emily blieb in ihrer Hochzeitsnacht allein mit einem Mann zurück, von dem die ganze Stadt glaubte, dass er etwas Schreckliches zu verbergen hatte.

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Im heutigen Artikel erzählen wir Ihnen eine ungewöhnliche, aber vor allem dramatische Geschichte über eine junge Frau, die angesichts der schweren Krankheit ihrer Mutter und der Schulden, die sie nicht mehr zurückzahlen konnte, einer Ehe mit einem Mann zustimmte, vor dem sich beinahe die gesamte Stadt fürchtete. Emily dachte monatelang weder über ihre eigene Zukunft noch über die Liebe nach, denn ihr Leben bestand nur noch aus Arztbesuchen, Behandlungen und dem verzweifelten Versuch, noch etwas Geld für die Therapie ihrer Mutter aufzutreiben.

Alles begann einige Monate zuvor, als sich der Gesundheitszustand von Emilys Mutter plötzlich verschlechterte. Zunächst versuchte Emily, sowohl sich selbst als auch ihre Mutter davon zu überzeugen, dass die Behandlung Wirkung zeigen würde. Sie brachte sie von einem Arzt zum nächsten, kaufte die verschriebenen Medikamente und stimmte den empfohlenen Therapien zu.

Das Problem war, dass die Krankheit nicht zurückging. Jede neue Untersuchung verursachte zusätzliche Kosten, und das Geld, das die Familie besaß, verschwand weitaus schneller, als Emily es verdienen konnte.

Zuerst verkaufte sie den Schmuck ihrer Mutter. Dann verkaufte sie das Auto, das nach dem Tod ihres Vaters geblieben war. Danach kamen beinahe alle Gegenstände im Haus an die Reihe, die noch irgendeinen Wert besaßen. Was einst Familienerinnerungen gewesen waren, wurde nun zu einer Möglichkeit, noch einige weitere Tage Behandlung zu bezahlen.

Als sie nichts mehr zu verkaufen hatte, begann sie, sich Geld zu leihen. Die Schulden häuften sich, und die Menschen, denen sie Geld schuldete, kamen immer häufiger zu ihrer Tür. Irgendwann begann Emily jedes Mal Angst zu bekommen, wenn sie ein Klopfen hörte.

Manchmal fehlte es im Haus sogar an gewöhnlichen Lebensmitteln, weil fast alles, was sie verdiente, für die Medikamente ihrer Mutter draufging. Trotzdem dachte Emily nicht daran, die Behandlung aufzugeben. Solange auch nur die geringste Hoffnung bestand, dass ihre Mutter wieder gesund werden könnte, war sie bereit, fast alles zu opfern.

Das Angebot des reichsten Mannes der Stadt schien eine Rettung zu sein – doch es hatte einen Preis

Genau zu diesem Zeitpunkt erschien ein Mann an ihrer Tür, der im Namen von Marcus sprach.

Marcus war der reichste Mann der Stadt. Er besaß ein großes Anwesen und lebte in einem alten Haus am Stadtrand, fernab von den meisten Einwohnern. Er sprach nur selten mit anderen Menschen und sah keinen Grund, seine Entscheidungen zu erklären.

Doch sein Reichtum war nicht der Grund, warum die Menschen Angst vor ihm hatten.

Seit Langem kursierten Gerüchte über ihn, und am meisten Aufmerksamkeit erregte das Schicksal seiner früheren Ehefrauen. Den Erzählungen zufolge hatte Marcus innerhalb eines Jahres dreimal geheiratet, und jede dieser Frauen war kurz nach der Hochzeit gestorben.

Die Todesursachen seiner Ehefrauen werden in der vorliegenden Geschichte nicht erklärt. Es wird auch nicht erwähnt, dass Marcus deshalb offiziell angeklagt worden wäre oder dass nachgewiesen worden sei, dass er für einen der Todesfälle verantwortlich war. Dennoch verbanden die Einwohner die Todesfälle offenbar mit ihm, sodass sich um seinen Namen der Ruf eines Mannes bildete, dem man besser nicht zu nahekommen sollte.

Deshalb war Emily völlig fassungslos, als man ihr eine Heirat anbot.

Marcus war bereit, die gesamte Behandlung ihrer Mutter zu bezahlen, sämtliche Schulden zu begleichen und der Familie alles Notwendige zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug wollte er nur eines – dass Emily zustimmte, seine Frau zu werden.

WICHTIGER MOMENT: Emily lehnte das Angebot zunächst ab

Die Gerüchte über die drei früheren Ehefrauen waren so beängstigend, dass selbst eine große Menge Geld ihre Entscheidung nicht sofort ändern konnte. Emily wollte die Sicherheit ihrer Mutter nicht mit ihrem eigenen Leben bezahlen und sagte zunächst eindeutig, dass sie nicht zustimmen würde.

Doch nur wenige Stunden später änderte sich die Situation.

Der Gesundheitszustand ihrer Mutter verschlechterte sich plötzlich drastisch, und der Arzt sagte, dass sie nicht mehr viel Zeit zum Warten hätten. Sie benötigte eine teure Therapie, die Emily nicht mehr bezahlen konnte.

In dieser Nacht saß sie neben dem Bett ihrer Mutter und weinte. Sie wusste, dass sie kein Eigentum, keine Ersparnisse und beinahe niemanden mehr hatte, von dem sie sich Geld leihen konnte.

Am nächsten Morgen ging sie allein zu Marcus.

„Ich stimme zu.“

— Emily zu Marcus

Marcus lächelte nicht und zeigte auch keine große Freude. Der Geschichte zufolge nahm er ihre Antwort einfach zur Kenntnis.

Einige Tage später fand die Hochzeit statt.

Er hielt seinen Teil der Vereinbarung ein, und Emily begann um ihr eigenes Leben zu fürchten

Marcus tat, was er versprochen hatte. Die Schulden von Emilys Familie wurden beglichen, und ihre Mutter wurde in ein Krankenhaus gebracht, in dem sie eine wesentlich bessere Behandlung erhalten konnte.

Zum ersten Mal seit Monaten sagten die Ärzte, dass tatsächlich eine Chance auf Genesung bestand. Emily bekam damit genau das, wofür sie gekämpft hatte – ihre Mutter musste nicht länger auf eine Behandlung verzichten, nur weil das Geld fehlte.

Doch der Preis für diese Sicherheit war nun Wirklichkeit geworden.

Emily war Marcus’ Ehefrau geworden.

Am Tag der Hochzeit hatte sie nicht das Gefühl, dass die Menschen um sie herum feierten. Viele sahen sie an, als würden sie sich von ihr verabschieden. Einige Frauen weinten sogar, und fast niemand konnte verstehen, warum eine junge Frau freiwillig das Haus eines Mannes betrat, dessen drei vorherige Ehefrauen kurz nach ihrer Hochzeit gestorben waren.

Emily kannte die Antwort. Sie glaubte den Gerüchten über Marcus nicht weniger als die anderen. Sie war einfach an einen Punkt gelangt, an dem das Leben ihrer Mutter wichtiger war als ihre eigene Angst.

Emily heiratete nicht, weil sie Marcus vertraute. Sie ging die Ehe ein, weil es ihr schien, als hätte sie keine andere Möglichkeit, die nicht mit einem schweren Verlust verbunden war. Wenn sie ablehnte, würde ihre Mutter vielleicht keine Behandlung bekommen. Wenn sie zustimmte, trat sie selbst in das Leben eines Mannes ein, über den erschreckende Geschichten kursierten.

— Rückblick auf die Entscheidung, die sie dazu brachte, die Ehe einzugehen

Die Hochzeitsnacht war der Moment, vor dem sie sich am meisten gefürchtet hatte

Nach der Hochzeit kam Emily in dem großen alten Haus am Stadtrand an. Je später die Nacht wurde, desto mehr kehrten all die Geschichten, die sie jahrelang über Marcus gehört hatte, in ihre Gedanken zurück.

Als sie schließlich allein waren, legte sie sich vollständig bekleidet auf das Bett. Die schwere Decke zog sie fast bis über ihr Gesicht, als könnten ihr einige Schichten Stoff Schutz vor dem bieten, was sie erwartete.

Sie konnte nicht einschlafen.

Sie hörte jedes Geräusch im Raum. Das Knarren des alten Holzbodens. Den Wind, der gegen die Fenster schlug. Das leise Knistern der Lampe. Jedes Geräusch schien lauter zu sein, weil sie auf Schritte wartete.

Dann öffnete sich die Tür.

Marcus betrat das Zimmer.

Emily schloss die Augen und umklammerte den Rand der Decke. Sie wusste nicht, was er vorhatte, und sie hatte niemanden, zu dem sie fliehen konnte. In diesem Moment war sie allein im Haus eines Mannes, vor dem sich beinahe die gesamte Stadt fürchtete.

Marcus trat langsam hinter sie. Die Matratze senkte sich leicht, als er sich neben sie setzte.

Emily öffnete ihre Augen nicht.

An genau diesem Punkt endet die Handlung im vorliegenden Teil der Geschichte. Die Quelle kündigt an, dass das, was anschließend im Zimmer geschah, angeblich einen Schock in der ganzen Stadt auslöste, verrät jedoch nicht, was Marcus tat, was tatsächlich mit seinen früheren Ehefrauen geschehen war oder warum er überhaupt eine Ehe mit Emily verlangte.

Daher wäre es nicht gerechtfertigt, den Ausgang zu erfinden.

Es ist auch nicht bekannt, ob die Geschichten über Marcus’ Grausamkeit wahr waren, ob die früheren Todesfälle mit ihm zusammenhingen oder ob hinter seinem Ruf eine ganz andere Erklärung steckte. Ebenso lässt sich anhand dieses Teils nicht feststellen, ob sein Betreten des Zimmers eine tatsächliche Gefahr darstellte oder den Beginn der Aufdeckung eines Geheimnisses markierte, das Emilys Meinung über ihn verändern würde.

Was bislang klar ist: Die ganze Stadt hatte Marcus bereits aufgrund dessen verurteilt, was sie von außen gehört und gesehen hatte. Drei Frauen waren tot, er war ihr Ehemann gewesen, und aufgrund seiner verschlossenen Art und seiner Macht war um ihn herum eine Angst entstanden, die niemand ernsthaft zu hinterfragen versucht hatte.

Emily lag mit genau diesen Gedanken neben ihm.

Für sie war die Ehe kein romantischer Beginn eines neuen Lebens, sondern eine Vereinbarung, mit der sie versuchte, ihre Mutter zu retten. Sie hatte kein Vertrauen mit in dieses Haus gebracht, sondern die Angst, möglicherweise etwas eingegangen zu sein, aus dem sie nicht mehr entkommen würde.

Die Hochzeitsnacht wurde deshalb zu dem Moment, in dem sie zum ersten Mal nicht den Geschichten der Stadt, sondern Marcus selbst gegenüberstehen würde – ohne Vermittler und ohne Menschen, die ihr sagen konnten, was für ein Mann er war.

Während er sich auf die Bettkante setzte, erwartete Emily das Schlimmste. Was danach geschah, warum drei seiner früheren Ehefrauen starben und weshalb er ausgerechnet sie als seine vierte Ehefrau ausgewählt hatte, bleibt unbekannt, solange kein weiterer Teil des ursprünglichen Materials vorliegt.

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