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Körpergeruch im Alter: Ursachen und natürliche Möglichkeiten

Ein veränderter Körpergeruch kann sich im Laufe des Lebens entwickeln und fällt bei manchen Menschen besonders im höheren Alter auf. Das bedeutet nicht automatisch, dass mangelnde Hygiene die Ursache ist. Vielmehr spielen verschiedene natürliche Veränderungen im Körper eine Rolle.

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Wer versteht, warum sich der persönliche Körpergeruch verändert, kann mit einfachen und sanften Maßnahmen im Alltag dazu beitragen, sich frischer und wohler im eigenen Körper zu fühlen.

Warum sich der Körpergeruch mit zunehmendem Alter verändert

Mit den Jahren verändert sich der Körper auf vielfältige Weise. Davon sind auch Haut, Schweiß, Hautflora und Stoffwechsel betroffen. Diese natürlichen Prozesse können dazu führen, dass sich der individuelle Körpergeruch verändert.

Eine veränderte Zusammensetzung des Schweißes

Mit zunehmendem Alter kann sich die Zusammensetzung der Hautfette und des Schweißes verändern. Untersuchungen, unter anderem von Dr. Shinichiro Haze, haben sich mit bestimmten ungesättigten Fettsäuren beschäftigt, darunter 2-Nonenal.

Diese Stoffe können durch Hautbakterien abgebaut werden. Dabei entstehen Verbindungen, die einen intensiveren und länger wahrnehmbaren Eigengeruch verursachen können.

Die Haut erneuert sich langsamer

Auch die natürliche Erneuerung der Haut verlangsamt sich mit zunehmendem Alter. Abgestorbene Hautzellen bleiben länger auf der Hautoberfläche, bevor sie vollständig abgestoßen werden.

Beim Abbau dieser Zellen können geruchsaktive Stoffe entstehen. Eine regelmäßige, aber besonders sanfte Hautpflege kann deshalb hilfreich sein.

Die Hautflora verändert sich

Auf unserer Haut leben zahlreiche Mikroorganismen, die normalerweise Teil eines natürlichen Gleichgewichts sind. Dieses Gleichgewicht kann sich im Laufe des Lebens verändern.

Bestimmte Bakterien können stärker vertreten sein und beim Abbau von Schweiß und Hautbestandteilen unterschiedliche Stoffwechselprodukte bilden. Dadurch kann sich auch der persönliche Hautgeruch verändern.

Medikamente können ebenfalls eine Rolle spielen

Einige Medikamente oder deren Abbauprodukte werden teilweise über den Körper ausgeschieden. In bestimmten Fällen kann dies dazu führen, dass sich der individuelle Körpergeruch leicht verändert.

Das muss nicht automatisch auf ein gesundheitliches Problem hindeuten. Bei auffälligen oder plötzlich auftretenden Veränderungen sollte man dennoch ärztlichen Rat einholen.

Veränderungen bei Leber und Nieren

Leber und Nieren sind wesentlich an den natürlichen Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozessen des Körpers beteiligt. Wenn sich ihre Funktion verändert, kann sich unter Umständen auch der Körpergeruch verändern.

Ein ungewöhnlicher oder plötzlich deutlich veränderter Geruch sollte deshalb nicht einfach ignoriert werden, insbesondere wenn gleichzeitig andere Beschwerden auftreten.

Was im Alltag für mehr Frische sorgen kann

Es gibt einige einfache Gewohnheiten, mit denen sich das persönliche Wohlbefinden verbessern lässt. Dabei kommt es nicht auf aggressive Reinigungsmittel oder übermäßiges Waschen an, sondern auf eine sanfte und regelmäßige Pflege.

Sanfte Hygiene für reife Haut

Gerade ältere Haut kann empfindlicher und trockener sein. Deshalb sind milde, pH-hautneutrale Reinigungsprodukte häufig besser geeignet als aggressive Seifen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen Körperstellen, an denen sich Wärme und Feuchtigkeit sammeln können, beispielsweise:

  • Achselhöhlen
  • Hautfalten
  • Bereich unter der Brust
  • Zwischen den Zehen

Nach dem Waschen sollte die Haut sorgfältig, aber ohne starkes Reiben, getrocknet werden.

Ein gelegentliches, sehr mildes Peeling kann ebenfalls dazu beitragen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Bei empfindlicher Haut sollte man jedoch besonders vorsichtig sein.

Atmungsaktive Kleidung bevorzugen

Auch die Kleidung beeinflusst das persönliche Frischegefühl.

Baumwolle und Leinen lassen die Haut besser atmen und können dabei helfen, Feuchtigkeit abzuleiten. Synthetische Materialien können dagegen Wärme und Schweiß stärker einschließen und dadurch unangenehme Gerüche begünstigen.

Regelmäßiges Wechseln und gründliches Waschen der Kleidung ist daher ebenso wichtig wie die Körperpflege selbst.

Ausreichend trinken

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gehört zu einem gesunden Alltag. Wasser unterstützt die normalen Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse des Körpers.

Wie viel Flüssigkeit tatsächlich benötigt wird, hängt unter anderem vom Alter, der körperlichen Aktivität, der Ernährung und der individuellen gesundheitlichen Situation ab.

Zwei einfache natürliche Anwendungen

Wer natürliche und sanfte Methoden ausprobieren möchte, kann auf einfache Hausanwendungen zurückgreifen. Dabei sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass die Haut die verwendeten Zutaten verträgt.

Hausgemachtes Reinigungsspray

Zutaten:

  • 200 ml abgekochtes und abgekühltes Wasser
  • 2 Esslöffel Apfelessig
  • 10 Tropfen echtes Lavendelöl
  • 5 Tropfen Teebaumöl

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine saubere Sprühflasche geben und gründlich schütteln.

Die Mischung kann sparsam äußerlich auf die Haut oder auf Kleidungsstücke aufgetragen werden. Nicht in die Augen gelangen lassen.

Vor der ersten Anwendung empfiehlt sich ein kleiner Hautverträglichkeitstest an einer unauffälligen Stelle. Bei Brennen, Rötungen oder Reizungen sollte die Anwendung sofort beendet werden.

Natürliche Kräuterwäsche mit Salbei und Kamille

Auch eine einfache Kräutermischung kann für eine sanfte äußere Reinigung verwendet werden.

Zutaten:

  • 1 Esslöffel getrockneter Salbei
  • 1 Esslöffel Kamillenblüten
  • 500 ml heißes Wasser

Zubereitung:

Die Kräuter mit heißem Wasser übergießen und etwa 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

Anschließend die Flüssigkeit abseihen und vollständig abkühlen lassen. Danach kann sie äußerlich zur sanften Reinigung verwendet werden.

Auch hier gilt: Bei empfindlicher Haut zunächst vorsichtig testen.

Ein veränderter Körpergeruch im Laufe des Lebens ist häufig Teil der natürlichen körperlichen Veränderungen und bedeutet nicht automatisch mangelnde Hygiene.

Veränderungen der Haut, der Hautflora, des Schweißes und des Stoffwechsels können dazu beitragen, dass der persönliche Geruch intensiver oder anders wahrgenommen wird.

Mit sanfter Körperpflege, atmungsaktiver Kleidung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und bewussten Alltagsgewohnheiten lässt sich das persönliche Frischegefühl unterstützen.

Wichtig ist jedoch: Wenn sich der Körpergeruch plötzlich stark verändert oder gleichzeitig weitere ungewöhnliche Beschwerden auftreten, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

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