🍽️ Hausgemachte Rinderrouladen mit Feta und Gewürzgurken – ein klassisches Sonntagsgericht neu interpretiert
Es gibt Gerichte, die mehr sind als bloße Mahlzeiten – sie erzählen Geschichten, wecken Erinnerungen und schaffen Momente des Wohlgefühls. Rinderrouladen gehören zweifellos zu dieser Kategorie. Der Duft von langsam geschmortem Fleisch, der sich mit den Aromen von Rotwein, Zwiebeln und Speck verbindet, erinnert an Familienfeste, gemütliche Sonntage und traditionelle Hausmannskost.
In diesem Rezept wird der Klassiker allerdings mit einer kleinen, aber wirkungsvollen modernen Note versehen: Feta-Käse sorgt für eine feine, cremige Würze, die perfekt mit der herzhaften Fleischfüllung harmoniert. Zusammen mit Gewürzgurken, Zwiebeln und einem Schuss scharfem Senf entsteht ein Geschmackserlebnis, das sowohl rustikal als auch raffiniert wirkt.
Dieser Artikel führt dich Schritt für Schritt durch die Zubereitung dieser köstlichen Spezialität, erklärt Hintergründe und gibt praktische Tipps, damit deine Rouladen garantiert zart, aromatisch und unvergesslich werden.

Die Zutaten – Herz und Seele des Gerichts
Wie bei jedem guten Rezept beginnt der Erfolg mit der Auswahl hochwertiger Zutaten. Die Mischung aus klassischen und leicht mediterranen Komponenten verleiht diesem Gericht seinen besonderen Charakter.
Für die Rouladen benötigst du:
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5 Rinderrouladen – möglichst aus der Oberschale, fein geschnitten und gleichmäßig dünn
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10 Scheiben Speck, durchwachsen und kräftig im Aroma
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3 Gewürzgurken, in feine Scheiben geschnitten
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3 Zwiebeln, ebenfalls in Scheiben
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220 g Feta-Käse, zerbröselt oder in Stücke geschnitten
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Senf (am besten mittelscharf oder grobkörnig)
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Muskatnuss, frisch gerieben
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Salz und Pfeffer nach Geschmack
Für die Sauce brauchst du außerdem:
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420 ml Rotwein, kräftig und trocken
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500 ml Rinderfond oder kräftige Brühe
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2 Zwiebeln, gewürfelt
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3–4 TL scharfen, körnigen Senf
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50 ml Tomatenmark
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4 Lorbeerblätter
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Etwas Öl zum Anbraten
Diese Zutaten ergeben ein harmonisches Zusammenspiel aus würzig, säuerlich und cremig, das die Rinderrouladen in ein echtes Festessen verwandelt.
Zubereitung – Schritt für Schritt zum kulinarischen Erfolg
Die Kunst einer perfekten Roulade liegt nicht nur in der Wahl der Zutaten, sondern auch in der richtigen Reihenfolge der Zubereitung. Sorgfalt und Geduld sind dabei die wichtigsten Helfer.
1. Das Fleisch vorbereiten
Lege zunächst die Rinderrouladen auf eine saubere Arbeitsfläche oder ein großes Schneidebrett. Falls sie zu dick sind, kannst du sie vorsichtig mit einem Fleischklopfer flach klopfen – so lassen sie sich später besser rollen.
Anschließend bestreichst du jede Rouladenscheibe großzügig mit Senf. Diese Schicht sorgt nicht nur für Geschmack, sondern auch dafür, dass die restlichen Zutaten gut haften bleiben. Danach würzt du das Fleisch mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.
2. Die Füllung anrichten
Nun kommt der aromatische Kern der Roulade:
Auf jede Fleischscheibe legst du etwa zwei Scheiben Speck, darüber kommen Zwiebelringe, einige Scheiben Gewürzgurke und etwas zerbröselter Feta.
Diese Kombination vereint gleich mehrere Geschmacksebenen:
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Der Speck bringt Rauchigkeit und Fett, das das Fleisch zart hält.
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Die Gewürzgurken geben eine leicht säuerliche Frische.
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Der Feta-Käse sorgt für eine cremig-salzige Komponente, die das Ganze harmonisch abrundet.
3. Rollen und Fixieren
Sobald alle Zutaten verteilt sind, beginnst du, das Fleisch vorsichtig aufzurollen. Achte darauf, dass die Füllung nicht herausgedrückt wird. Fixiere jede Roulade mit Küchengarn oder Rouladennadeln – fest, aber nicht zu straff. Danach bestreust du die Außenseiten noch einmal leicht mit Salz und Pfeffer.
4. Anbraten und Schmoren
Lege die vorbereiteten Rouladen in einen Bräter oder eine große Pfanne mit etwas Öl und brate sie von allen Seiten kräftig an, bis sie eine schöne, goldbraune Farbe bekommen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn durch das Anbraten entwickeln sich die typischen Röstaromen, die später die Sauce verfeinern.
Die Sauce – das Herzstück jedes Schmorgerichts
Eine gute Sauce ist das Rückgrat jeder Roulade. Sie verbindet alle Aromen und sorgt für Tiefe und Intensität.
1. Zwiebeln anschwitzen
In derselben Pfanne oder einem separaten Topf erhitzt du etwas Öl und gibst die gewürfelten Zwiebeln hinein. Lasse sie langsam glasig werden, damit sie ihre natürliche Süße entfalten.
2. Tomatenmark und Senf hinzufügen
Sobald die Zwiebeln leicht Farbe annehmen, gibst du Tomatenmark und den körnigen Senf hinzu. Beides kurz anrösten – das intensiviert den Geschmack und verleiht der Sauce eine kräftige, dunkle Farbe.
3. Mit Rotwein ablöschen
Jetzt kommt der Moment, der das Aroma auf ein neues Level hebt: Gieße den Rotwein hinzu und rühre alles gut um. Lasse die Flüssigkeit einige Minuten köcheln, bis sich die Röstaromen vom Pfannenboden lösen.
4. Fond und Gewürze hinzufügen
Gib anschließend den Rinderfond und die Lorbeerblätter hinzu. Gieße die Sauce über die Rouladen im Bräter und decke diesen gut ab.
5. Langsames Schmoren
Backe das Gericht im Ofen bei etwa 190 °C für 2 bis 3 Stunden. Diese langsame Garzeit sorgt dafür, dass das Fleisch butterzart wird und die Aromen vollständig miteinander verschmelzen. Währenddessen füllt sich die Küche mit einem intensiven, verführerischen Duft – ein untrügliches Zeichen, dass das Gericht seine volle Geschmackskraft entfaltet.
Feinschliff und Serviervorschläge
Sobald die Garzeit vorbei ist, nimmst du die Rouladen vorsichtig aus dem Bräter und entfernst das Küchengarn. Die Sauce wird durch ein feines Sieb passiert, um sie samtig und klar zu machen. Falls sie zu dünnflüssig ist, kannst du sie mit etwas Speisestärke oder einem Stück kalter Butter binden.
Vor dem Servieren unbedingt noch einmal abschmecken – vielleicht braucht sie eine Prise Salz oder einen Hauch Pfeffer.
Serviertipps:
Diese Rinderrouladen schmecken hervorragend mit klassischen Beilagen wie:
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Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln
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Rotkohl oder grünen Bohnen
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Knusprigen Semmelknödeln
Ein Glas kräftiger Rotwein (z. B. ein Merlot oder Spätburgunder) rundet das Menü perfekt ab.
























